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Verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft by Mamadocmamadoc

Lebensmittelinfektion: Verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft

Warum du bestimmte Lebensmittel in der Schwangerschaft meiden solltest und welche das sind, erfährst du in diesem Beitrag.



Rohe tierische Lebensmittel solltest du in der Schwangerschaft nicht essen. Das ist dir wahrscheinlich längst klar. Jedoch gibt es auch einiges bei der Auswahl, Lagerung und Zubereitung von anderen Lebensmitteln zu beachten, um Infektionen zu vermeiden.

Bei Schwangeren ist die Immunabwehr herabgesetzt. Eine Infektion mit speziell in Lebensmitteln vorkommenden Erregern kann bei dir zu Erbrechen, Durchfall und Fieber führen. Und bei deinem Baby kann es zu Entwicklungsstörungen kommen. Aber auch Fehl- und Frühgeburten sind möglich.

Willst du dich und dein ungeborenes Kind ausreichend schützen, solltest du wissen, welche Lebensmittel du erst gar nicht zu dir nehmen solltest. Deshalb habe ich für dich das Poster „Infektionen durch Lebensmittel – Meide Folgendes in der Schwangerschaft!“ entworfen. Dort siehst du auf einen Blick alle Nahrungsmittel, von denen du lieber die Finger lassen solltest.

Hier möchte ich dir zusätzlich ein wenig die Infektionswege erklären und Tipps geben, mit welchen Vorsichtsmaßnahmen du Lebensmittelinfektionen vermeiden kannst. Die Erreger dieser drei Krankheiten sind für die meisten Menschen zwar harmlos, jedoch können sie dir und vor allem deinem ungeborenen Baby schaden: Es geht um Toxoplasmose, Listeriose und Salmonellose.



TOXOPLASMOSE

Toxoplasmen sind Parasiten, die durch rohes oder nicht durchgegartes Fleisch und Gemüse auf den Menschen übertragen werden können. Die Erreger finden jedoch auch über Katzen (Katzenkot) und Erde den Weg zu dir, aber auch über Rinder, Schafe und Ziegen.

Infizierst du dich mit Toxoplasmen, bleiben diese „Übeltäter“ ein Leben lang in deinem Organismus. Die gute Nachricht: Hast du bereits vor der Schwangerschaft eine Toxoplasmose durchgemacht, bist du immun (hast also Antikörper gegen den Erreger gebildet) und kannst dein Baby nicht anstecken. Mittels Bluttest kann das deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt gleich am Anfang deiner Schwangerschaft im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung überprüfen.

Stellt sich dabei heraus, dass du vor der Schwangerschaft noch keine Antikörper gebildet hast, sind jetzt bestimmte hygienische Vorsichtsmaßnahmen wichtig. Deine Frauenärztin bzw. dein Frauenarzt führt außerdem alle vier Wochen einen Antikörpertest durch, um zu überprüfen, ob du dich zwischenzeitlich vielleicht doch unbemerkt infiziert hast.

Eine Erstinfektion während der Schwangerschaft kann nämlich dein Baby gefährden. Oft verläuft die Toxoplasmose bei dir beschwerdefrei oder zeigt sich durch grippeähnliche Symptome wie Fieber und Lymphknotenschwellung v. a. im Halsbereich (etwa ein bis drei Wochen nach der Infizierung). Gelegentlich kommt es zu Durchfällen. Bemerkst du bei dir Symptome, solltest du umgehend deine Arztpraxis aufsuchen.

Stellt sich heraus, dass du dich tatsächlich mit Toxoplasmen angesteckt hast, wirst du mit Antibiotika behandelt, um für dein Kind das Risiko einer Ansteckung zu senken.

Bleibt die Infektion hingegen unbehandelt, kann sie beim Baby zu Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen oder sogar zur Fehlgeburt führen. Die gute Nachricht: In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten ist die Gefahr, dass sich dein Baby im Bauch ansteckt, nur sehr gering. Gegen Ende der Schwangerschaft steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion zwar an, die Folgen sind dann aber weniger schwerwiegend.



So kannst du dich vor Toxoplasmose schützen

Fleisch sollte bei der Zubereitung eine Kerntemperatur von mindestens 70 Grad erreichen, um die Erreger abzutöten. Iss also keine ungekochte und rohe bzw. keine halb gare Fleischprodukte. Wasche Obst, Salat und Gemüse unter fließendem Wasser gründlich ab. Ausgiebiges

Händewaschen mit Seife und gut gesäuberte Hilfsmittel (Messer, Bretter, Arbeitsflächen), bevor sie mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, sind jetzt besonders wichtig. Trage für die Gartenarbeit Handschuhe und denke daran, dass auch Sandkästen mit Katzenkot verunreinigt sein könnten. Das Katzenklo solltest du in der Schwangerschaft ein Familienmitglied reinigen lassen.


Sicher dir jetzt das Poster mit den verbotenen Lebensmitteln in der Schwangerschaft!


LISTERIOSE

Listerien sind Bakterien, die sich in aus Rohmilch hergestellten Milchprodukten und Käsesorten tummeln können. Rohmilcherzeugnisse werden aus Milch hergestellt, die nur auf höchstens 40 Grad erhitzt wurden; hierbei werden die Keime nicht abgetötet. Um sicherzugehen, lohnt sich ein Blick auf die Verpackung, denn dort müssen Rohmilchprodukte als solche gekennzeichnet sein. Listerien können sich außerdem in Fisch, Fischerzeugnissen, Fleisch, Fleischerzeugnissen und z. B. auf vorgeschnittenen Salaten befinden.

Die Symptome einer Listeriose zeigen sich möglicherweise schon nach wenigen Stunden oder erst nach bis zu 67 Tagen. Diese lebensmittelbedingte Infektionskrankheit fühlt sich an wie eine leichte Grippe; vielleicht kommen auch noch Magen-Darm-Probleme oder Kopfschmerzen hinzu. Jedoch sind auch schlimmere Folgen möglich. Dein ungeborenes Kind kann schwer erkranken und es kann sogar zur Fehlgeburt kommen. Bei Verdacht auf diese Krankheit wirst du mit Antibiotika behandelt.  

So kannst du dich vor Listeriose schützen

Obst und Gemüse solltest du ausreichend waschen, damit diese Erreger erst gar nicht auf deinem Teller landen. Besser ist, du schälst Obst zusätzlich. Dass du rohes Fleisch sowie rohen oder geräucherten Fisch nicht essen solltest, ist dir wahrscheinlich bekannt. Jedoch können sich die Erreger auch in abgepackten frischen Salaten mit Keimlingen und Sprossen verstecken.



SALMONELLOSE

Salmonellen sind Bakterien, die sich gern in und auf eiweiß- und wasserreichen Lebensmitteln wie rohen Fleisch- und Wurstwaren, Meeresfrüchten, Eiern, Salaten sowie Mayonnaisen und Cremespeisen mit rohem Ei vermehren.

Besonders wohl fühlen sie sich bei Temperaturen von 10 bis über 47 Grad. Bei Wärme vermehren sie sich wunderbar. Achte also darauf, dass die Kühlkette beim Einkauf von leicht verderblichen Lebensmitteln nicht unterbrochen wird.

Typischerweise zeigt sich eine Salmonellose mit Erbrechen, plötzlichem Durchfall sowie Kopf- und Bauchschmerzen. Betroffene klagen auch über Unwohlsein und haben häufig Fieber. Bis du die Symptome bemerkst, vergehen in der Regel zwischen sechs und 72 Stunden, nachdem du das betroffene Lebensmittel gegessen hast. In dem Fall ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und v. a. eine Einschätzung deines Gesundheitszustandes durch deine Frauenärztin bzw. deinen Frauenarzt notwendig. Leidest du an starkem Durchfall oder Erbrechen, kann das nämlich zu einer Mangelversorgung deines ungeborenen Kindes führen.

So kannst Du dich vor Salmonellose schützen

Da eine Salmonellose durch mit Salmonellen verunreinigte Nahrungsmittel verursacht wird, ist es wichtig, z. B. eine gefrorene Hähnchenbrust nach dem Auftauen im Kühlschrank gut zu erhitzen, mindestens zehn Minuten lang bei über 70 Grad. Nur so kannst du die Erreger abtöten.

Durch Einfrieren lassen sie sich nämlich nicht beeindrucken, sondern machen es sich sogar im Hackfleisch im Tiefkühlfach gemütlich. Deshalb solltest du alle Gegenstände, die mit dem Auftauwasser in Berührung kommen, gründlich und richtig heiß mit Spülmittel abwaschen und anschließend gut abtrocknen. Andere Lebensmittel, die bereits fertig zubereitet sind, dürfen mit dem rohen Hähnchenfleisch oder dem Auftauwasser nicht in Kontakt kommen.

Eine schöne Übersicht über die wichtigsten Infektionsquellen bekommst du mit dem Mamadoc-Poster.



Meine Tipps für dich im Überblick:

  • Beachte die Temperaturempfehlungen auf den Lebensmittelverpackungen.
  • Bewahre Reste gegarter Speisen und aus geöffneten Verpackungen im Kühlschrank auf und verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen.
  • Taue gefrorene Lebensmittel im Kühlschrank auf, um die Keimvermehrung auf den Lebensmitteloberflächen zu reduzieren.
  • Stelle die Kühlschranktemperatur auf maximal 7 Grad ein oder besser noch auf unter 5 Grad. (Temperatur von Zeit zu Zeit an verschiedenen Stellen im Kühlschrank überprüfen.)
  • Iss Fisch, Fleisch und Eier nur durcherhitzt (gekocht, gegrillt, gebraten oder gebacken). Trinke nur Milch und Milchprodukte, die ultrahocherhitzt oder pasteurisiert wurden. Frische Milch vom Bauernhof oder Rohmilch aus dem Handel solltest du gar nicht trinken.  
  • Achte darauf, dass du Salat, Obst und Gemüse vor dem Essen gründlich wäschst bzw. schälst.
  • Packe den Kühlschrank nicht zu voll, damit die kühle Luft zwischen den Lebensmitteln ausreichend zirkulieren kann.
  • Wenn der Kühlschrank vereist ist, taue ihn ab und reinige ihn von innen.
  • Beachte, dass du verzehrfertige Speisen in Kühltaschen oder -boxen transportierst, wenn du beispielsweise auf dem Weg zu einem Picknick bist.
  • Wasche dir immer ausgiebig deine Hände mit Seife vor, während und nach der Lebensmittelzubereitung, nach Tierkontakt und nach der Gartenarbeit.
  • Achte auf Sauberkeit in der Küche. Spüle die Utensilien immer sehr heiß ab und nutze dabei Spülmittel.
  • Wechsele täglich Abwaschlappen und Küchenschwämme und wasche sie bei 60 Grad.
  • Reinige nicht selbst das Katzenklo.

Klicke auf das PDF, um meine Tipps noch mal kostenlos herunter zu laden.

PDF Verhaltenstipps -Lebensmittelinfektionen in der Schwangerschaft

Also: Wenn du die Hygieneregeln beachtest und im Kopf behältst, dass die meisten Erreger beim Kochen, Braten, Grillen und Backen sowie bei der industriellen Erhitzung (z. B. Pasteurisieren und Ultrahocherhitzen von Milch und Milchprodukten) zerstört werden, wirst du eine schöne und genussvolle Schwangerschaft erleben.

Du willst genau wissen, welche Lebensmittel zu Infektionen in der Schwangerschaft führen können? Dann hol dir jetzt mein Übersichtsposter im Mamadoc Shop!


Quellen und weiterführende Informationen findest du auf der Website des Robert Koch-Instituts (RKI):



Unerfüllter Kinderwunsch mit Frauenärztin Dr. Judith Bildau im Mamadoc Interviewmamadoc

Unerfüllter Kinderwunsch: Mögliche Ursachen

Im Experteninterview habe ich, Dr. Marie-Luise Lipp, deine dringendsten Fragen zum Thema „unerfüllter Kinderwunsch“ geklärt.

Was sind die medizinischen Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch?

Heute zu Gast: die Frauenärztin Dr. Judith Bildau.

  1. Was bedeutet „unerfüllter Kinderwunsch“?
  2. Wie häufig kommen Fälle von unerwünschtem Kinderwunsch vor?
  3. Was sind die häufigsten Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch bei der Frau?
  4. Was ist eine idiopathische Sterilität?
  5. Wie ermittelt man einen Hormonstatus?
  6. Welche Hormone sind speziell bei der Frau wichtig?
  7. Was ist, wenn im Blut erniedrigte FSH- und LH-Werte vorliegen?
  8. Was ist, wenn im Blut erhöhte FSH- und LH-Werte vorliegen?
  9. Was ist das Prolaktin?
  10. Was ist denn, wenn ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe? Kann das den Kinderwunsch auch beeinflussen?
  11. Wodurch kann eine Unterfunktion der Schilddrüse entstehen?
  12. Und wie wird es festgestellt, dass mit der Schilddrüse etwas nicht stimmt?
  13. Spielen auch männliche Hormone eine Rolle im weiblichen Körper?
  14. Können auch Androgene im Blut erhöht sein?
  15. Was ist das PCO-Syndrom?
  16. Was ist das Progesteron?
  17. Wie äußert sich ein Gelbkörperhormonmangel?
  18. Stimmt es, dass die Fruchtbarkeit altersabhängig ist?
  19. Was sind weitere Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch?
  20. Wie sieht die Diagnostik bei Verdacht auf eine Eileiterverklebung aus?
  21. Was ist eine Endometriose?
  22. Kann eine Frau überhaupt noch Kinder bekommen mit Voroperationen im Bauchraum, mit Vernarbungen in diesem Bereich?
  23. Was kann noch den Eintritt einer Schwangerschaft verhindern?
  24. Was sind Ursachen für Fruchtbarkeitsstörung des Mannes?


Es gibt so vieles, für das wir dankbar sein können.
Überrasche einen lieben Freund oder deinen Schatz und sag mal wieder DANKE!


Zum Interview-Partner

Mamadoc Interview-Partner Dr. med. Judith Bildau, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.  Sie ist Mama, Model, Influencerin und Frauenärztin

Dr. med. Judith Bildau, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Sie ist Mama, Model, Influencerin und Frauenärztin. 
Aktuell lebt und arbeitet sie in Rom.

Du willst mehr über Judith erfahren? Dann schau doch mal auf ihrem Instagram-Profil vorbei.


Postkarte Vielen Dank by Mamadoc
fruchtbare Tage berechnen und schwanger werden: Experteninterview by Mamadocmamadoc

Fruchtbare Tage berechnen und schwanger werden

Jetzt kostenlos PDF Folien aus dem Video runterladen!

Du willst deine fruchtbaren Tage berechnen und schwanger werden?

Hier im Experteninterview mit Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Dr. Judith Bildau bekommst du endlich fundierte Antworten auf deine Fragen:

Schilddrüse: Welche Rolle die Schilddrüsenwerte beim Schwanger werden spielen

  • Welche Rolle spielt die Schilddrüse?
  • Können sich die Schilddrüsenwerte schnell verändern?

Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel: Warum Jod und Eisen wichtig sind

  • Warum ist Jod wichtig?
  • Welche Vitamine sind wichtig?
  • Warum ist Eisen in vielen Nahrungsergänzungsmitteln nicht enthalten?
  • Wie wird Eisen besser aufgenommen?
  • Durch was wird die Eisenaufnahme gehemmt?

Zähne: Warum ein Zahnarzttermin vereinbart werden sollte

  • Warum sollte man mit Kinderwunsch zum Zahnarzt gehen? 
  • Was ist dran an „jedes Kind ein Zahn“?

Unerfüllter Kinderwunsch: Termin und Untersuchungen beim Frauenarzt

  • Wann sollte ich zum Frauenarzt gehen, wenn das Schwangerwerden nicht klappt?
  • Wann spricht man von einem unerfüllten Kinderwunsch?
  • Welche Untersuchung kann die Frauenärztin durchführen? 
  • Welchen Einfluss hat Stress auf den Kinderwunsch? 

Postkarte Hallo by Mamadoc
Postkarte HALLO

Fruchtbare Tage: Der beste Zeitpunkt, um Geschlechtsverkehr zu haben

  • Wie lange Spermien überlebensfähig sind?
  • Wie lange ist eine Eizelle befruchtungsfähig?
  • Wann ist der beste Zeitpunkt, um Geschlechtsverkehr zu haben?
  • Vor oder nach dem Eisprung haben?

Sex: Wie oft, welche Sexstellung und warum das Becken hochlagern

  • Wie oft sollte ich Sex haben?
  • Gibt es eine bevorzugte Sexstellung, um besser schwanger werden? 
  • Warum nach dem Sex nicht direkt aufstehen?
  • Sollte ich das Becken hochlagern nach dem Sex?
  • Stimmt es, dass man eine Kerzen machen sollte nach dem Sex? 

Fruchtbare Tage berechnen: Apps , Kalender, Zervixschleim- und Temperaturmethode

  • Welche Methoden gibt es, um den Eisprung zu berechnen?
  • Sind Apps und Kalender, die den Eisprung berechnen, sinnvoll?
  • Was ist die Temperaturmethode?
  • Warum sollte man sich den Zervixschleim genauer anschauen?

Mamadoc bedankt sich bei Dr. Judith Bildau für die ausführlichen Informationen zum Thema Schwangerwerden.


Experteninterview mit Frauenärztin über Endometriose

Zum Interview-Partner

Dr. med. Judith Bildau, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Sie ist Mama, Model, Influencerin und Frauenärztin.
Aktuell lebt und arbeitet sie in Rom.
Du willst mehr über Judith erfahren? Dann schau doch mal auf ihrem Instagram-Profil vorbei.


Hier entlang, wenn du mehr über das Thema Kinderwunsch erfahren willst.

Als Podcast anhören!

Kinderwunsch mit Judith Bildau: Experteninterview by Mamadocmamadoc

Kinderwunsch: Schneller schwanger werden

Kinderwunsch? Hier bekommst du endlich fundierte Antworten auf deine Fragen:

  • Wie wahrscheinlich ist es überhaupt schwanger zu werden?
  • Ist das Alter der Frau entscheidend?
  • Was ist nach jahrelanger Pilleneinnahme zu beachten?
  • Gibt es Möglichkeiten den Zyklus zu regulieren?
  • Was ist Mönchspfeffer?
  • Warum sollte man vor der Schwangerschaft den Impfstatus checken lassen?
  • Welche Impfungen sind wichtig?
  • Welche Rolle spielt Folsäure?
  • Warum sollte man schon vor der Schwangerschaft aufhören zu rauchen?
  • Ist Passivrauchen schädlich?


Im Experteninterview mit der Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Dr. Judith Bildau spreche ich über das Thema Kinderwunsch.

Zudem erfährst du, ob es Tabuthemen beim Arztbesuch gibt, ob du den Frauenarzt wechseln kannst und warum mehr Mediziner online sein sollten.

Jetzt kostenlos PDF Folien aus dem Video runterladen!

ABONNIERE DEN MAMADOC PODCAST mit Dr. Marie-Luise Lipp: Schwangerschaft, Baby- und Kleinkindzeit

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Wie wahrscheinlich ist es pro Zyklus schwanger zu werden?

Je nach Alter und Lebensumständen beträgt die Wahrscheinlichkeit pro Zyklus schwanger zu werden, durchschnittlich zwischen 20 bis 30%. Im Mittel bedeutet dies, dass nach 13 Monaten über 90% der Frauen bei regelmäßigem, ungeschützten Geschlechtsverkehr zum richtigen Zeitpunkt schwanger sind. 

Ist das Alter der Frau wichtig?

Es gibt Zahlen, die zeigen, dass Frauen zwischen 19 und 26 Jahren die höchste Schwangerschaftsrate nach einem Jahr haben (etwa 92%) und es mit steigendem Alter eine prozentuale Senkung der Rate gibt. Bei Frauen zwischen 35 und 39 Jahren liegt diese dann bei etwa 82%.

Ist es schwieriger schnell schwanger zu werden, wenn ich jahrelang die Pille genommen habe?

Tatsächlich ist es so, dass der Körper nach Absetzen eines Verhütungsmittels (egal, ob Pille, Vaginalring, Hormonspirale etc.) eine gewisse Zeit braucht, bis sich der Zyklus reguliert und regelmäßig wird. Bei einigen Frauen dauert dies ein paar Wochen, es gibt jedoch auch Fälle, bei denen bis zu einem Jahr nach Absetzen die Periode ausbleibt. Man nennt das dann “post pill-Amenorrhoe”.

Gibt es Möglichkeiten den Zyklus zu regulieren?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Zyklus auf pflanzliche Art und Weise zu harmonisieren. Eine sehr beliebte ist die Einnahme von Mönchspfeffer, welcher rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist.



Warum kann Mönchspfeffer bei Kinderwunsch sinnvoll sein?

Mönchspfeffer (Agnus castus) wird auch Keuchschlamm genannt und reguliert auf natürliche Art den weiblichen Zyklus. Mönchspfeffer gehört zu den Eisenkrautgewächsen. Als pflanzliche Arznei werden die Früchte verwendet.

Was kann ich tun, um schneller schwanger zu werden?

Zunächst einmal ist es wichtig, dass auf eine gute ‚Lebensqualität‘ geachtet wird. Genauer gesagt heißt das: nicht Rauchen, ein moderater Alkoholkonsum, ausreichend Schlaf und eine gesunde Ernährung. Desweiteren ist, wie schon erwähnt, eine Zyklusregulation mit pflanzlichen Mitteln wie Mönchspfeffer eine gute Option, die Schwangerschaftsrate zu erhöhen.

Wie kann ich mich und meinen Körper bestmöglich auf eine Schwangerschaft vorbereiten?

Ganz wichtig: Vor einer geplanten Schwangerschaft empfehle ich meinen Patientinnen, unbedingt einmal ihren Impfstatus checken zu lassen. Einige wichtige Impfungen dürfen in der Schwangerschaft nämlich nicht durchgeführt werden. Vor allem der Röteln-Titer sollte noch einmal geprüft werden bzw. ob im Verlauf zwei Röteln-Impfungen erfolgt sind. Kommt es nämlich in der Schwangerschaft zu einer Infektion, kann das Baby einen sogenannte ‚Rötelnembryopathie‘ entwickeln, was ein sehr schweres Krankheitsbild darstellen kann. Zwischen der Impfung und dem Einsetzen einer Schwangerschaft sollte dann übrigens nochmal eine gewisse Latenzzeit bestehen.

Ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln fürs Schwangerwerden sinnvoll?

Gewisse Vitamine und Aminosäuren können die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit erhöhen. Man geht unter anderem davon aus, dass sie die Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut und somit deren Aufbau und die bessere Einnistung einer befruchteten Eizelle unterstützen. Aminosäuren können die Fruchtbarkeit des Mannes verbessern.

Mit Absetzen eines Verhütungsmittels bzw. mit konkretem Kinderwunsch sollte jede Frau außerdem zusätzlich 400 ug/tgl. Folsäure zu sich nehmen. Ein ausreichender Folsäurespiegel hilft nämlich dem Baby bei der Entwicklung und dem Verschluss des Neuralrohrs und wirkt so dem Krankheitsbild des „Offenen Rücken“ entgegen.

Frauen mit Kinderwunsch sollten auch auf ihre Schilddrüsenfunktion und die Jodzufuhr achten. Leidet eine Frau bereits an Eisenmangel, kann es für sie unter Umständen schwierig sein, schwanger zu werden. Eisen kann am besten bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin C aufgenommen werden. Bei Kinderwunsch ist aber auch Magnesium, Kalzium, Zink, Vitamin E und Vitamin D3 sehr wichtig.

Warum sollte das Rauchen schon vor der Schwangerschaft aufgegeben werden ?

Rauchen während der Schwangerschaft verdoppelt das Risiko für eine Frühgeburt. Den meisten fällt es schwer aufzuhören und sie können den Schritt erfahrungsgemäß nicht von heute auf morgen vollbringen. Deshalb sollten sich Frauen mit Kinderwunsch schon frühzeitig professionellen Rat holen. 

Website mit Programmen und Hilfe zur Rauchentwöhnung.

Kann ich schwanger werden, wenn ich noch stille?

Ja, das ist möglich – und auch gar nicht so selten. Deshalb empfehlen wir Frauenärzte und Frauenärztinnen unseren Patientinnen auch während der Stillzeit zu verhüten, wenn zunächst keine weitere Schwangerschaft geplant ist. Dafür gibt es dann verschiedene Möglichkeiten, wie eine Stillpille oder eine Spirale. Denn trotz Stillen kann es zu einem Eisprung kommen. Einige Frauen haben auch immer mal wieder eine Menstruationsblutung während der Stillzeit. Die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit ist durch den meist unregelmäßigen Zyklus natürlich nicht so hoch, wie unter anderen Bedingungen, dennoch ist eine Schwangerschaft möglich.



Mamadoc bedankt sich bei Dr. Judith Bildau für die ausführlichen Informationen zum Thema Kinderwunsch.


Experteninterview mit Frauenärztin über Endometriose

Zum Interview-Partner

Dr. med. Judith Bildau, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Sie ist Mama, Model, Influencerin und Frauenärztin.
Aktuell lebt und arbeitet sie in Rom.

Du willst mehr über Judith erfahren? Dann schau doch mal auf ihrem Instagram-Profil vorbei.



Risikoschwangerschaft mit über 35Farina Kuklinski

Risikoschwangerschaft: Schwanger mit über 35 Jahren

Willkommen im Club der Ü-35-Supermamas. Auch Ela hat das beste Alter, um schwanger zu sein, überschritten. Jedenfalls steht es so in meinen Fachbüchern. Sie ist jedoch nicht alleine mit ihrer Risikoschwangerschaft. Viele Frauen werden immer später schwanger und wollen wissen, mit welchen Risiken sie zu rechnen haben.



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