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Verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft by Mamadocmamadoc

Lebensmittelinfektion: Verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft

Warum du bestimmte Lebensmittel in der Schwangerschaft meiden solltest und welche das sind, erfährst du in diesem Beitrag.



Rohe tierische Lebensmittel solltest du in der Schwangerschaft nicht essen. Das ist dir wahrscheinlich längst klar. Jedoch gibt es auch einiges bei der Auswahl, Lagerung und Zubereitung von anderen Lebensmitteln zu beachten, um Infektionen zu vermeiden.

Bei Schwangeren ist die Immunabwehr herabgesetzt. Eine Infektion mit speziell in Lebensmitteln vorkommenden Erregern kann bei dir zu Erbrechen, Durchfall und Fieber führen. Und bei deinem Baby kann es zu Entwicklungsstörungen kommen. Aber auch Fehl- und Frühgeburten sind möglich.

Willst du dich und dein ungeborenes Kind ausreichend schützen, solltest du wissen, welche Lebensmittel du erst gar nicht zu dir nehmen solltest. Deshalb habe ich für dich das Poster „Infektionen durch Lebensmittel – Meide Folgendes in der Schwangerschaft!“ entworfen. Dort siehst du auf einen Blick alle Nahrungsmittel, von denen du lieber die Finger lassen solltest.

Hier möchte ich dir zusätzlich ein wenig die Infektionswege erklären und Tipps geben, mit welchen Vorsichtsmaßnahmen du Lebensmittelinfektionen vermeiden kannst. Die Erreger dieser drei Krankheiten sind für die meisten Menschen zwar harmlos, jedoch können sie dir und vor allem deinem ungeborenen Baby schaden: Es geht um Toxoplasmose, Listeriose und Salmonellose.



TOXOPLASMOSE

Toxoplasmen sind Parasiten, die durch rohes oder nicht durchgegartes Fleisch und Gemüse auf den Menschen übertragen werden können. Die Erreger finden jedoch auch über Katzen (Katzenkot) und Erde den Weg zu dir, aber auch über Rinder, Schafe und Ziegen.

Infizierst du dich mit Toxoplasmen, bleiben diese „Übeltäter“ ein Leben lang in deinem Organismus. Die gute Nachricht: Hast du bereits vor der Schwangerschaft eine Toxoplasmose durchgemacht, bist du immun (hast also Antikörper gegen den Erreger gebildet) und kannst dein Baby nicht anstecken. Mittels Bluttest kann das deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt gleich am Anfang deiner Schwangerschaft im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung überprüfen.

Stellt sich dabei heraus, dass du vor der Schwangerschaft noch keine Antikörper gebildet hast, sind jetzt bestimmte hygienische Vorsichtsmaßnahmen wichtig. Deine Frauenärztin bzw. dein Frauenarzt führt außerdem alle vier Wochen einen Antikörpertest durch, um zu überprüfen, ob du dich zwischenzeitlich vielleicht doch unbemerkt infiziert hast.

Eine Erstinfektion während der Schwangerschaft kann nämlich dein Baby gefährden. Oft verläuft die Toxoplasmose bei dir beschwerdefrei oder zeigt sich durch grippeähnliche Symptome wie Fieber und Lymphknotenschwellung v. a. im Halsbereich (etwa ein bis drei Wochen nach der Infizierung). Gelegentlich kommt es zu Durchfällen. Bemerkst du bei dir Symptome, solltest du umgehend deine Arztpraxis aufsuchen.

Stellt sich heraus, dass du dich tatsächlich mit Toxoplasmen angesteckt hast, wirst du mit Antibiotika behandelt, um für dein Kind das Risiko einer Ansteckung zu senken.

Bleibt die Infektion hingegen unbehandelt, kann sie beim Baby zu Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen oder sogar zur Fehlgeburt führen. Die gute Nachricht: In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten ist die Gefahr, dass sich dein Baby im Bauch ansteckt, nur sehr gering. Gegen Ende der Schwangerschaft steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion zwar an, die Folgen sind dann aber weniger schwerwiegend.



So kannst du dich vor Toxoplasmose schützen

Fleisch sollte bei der Zubereitung eine Kerntemperatur von mindestens 70 Grad erreichen, um die Erreger abzutöten. Iss also keine ungekochte und rohe bzw. keine halb gare Fleischprodukte. Wasche Obst, Salat und Gemüse unter fließendem Wasser gründlich ab. Ausgiebiges

Händewaschen mit Seife und gut gesäuberte Hilfsmittel (Messer, Bretter, Arbeitsflächen), bevor sie mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, sind jetzt besonders wichtig. Trage für die Gartenarbeit Handschuhe und denke daran, dass auch Sandkästen mit Katzenkot verunreinigt sein könnten. Das Katzenklo solltest du in der Schwangerschaft ein Familienmitglied reinigen lassen.


Sicher dir jetzt das Poster mit den verbotenen Lebensmitteln in der Schwangerschaft!


LISTERIOSE

Listerien sind Bakterien, die sich in aus Rohmilch hergestellten Milchprodukten und Käsesorten tummeln können. Rohmilcherzeugnisse werden aus Milch hergestellt, die nur auf höchstens 40 Grad erhitzt wurden; hierbei werden die Keime nicht abgetötet. Um sicherzugehen, lohnt sich ein Blick auf die Verpackung, denn dort müssen Rohmilchprodukte als solche gekennzeichnet sein. Listerien können sich außerdem in Fisch, Fischerzeugnissen, Fleisch, Fleischerzeugnissen und z. B. auf vorgeschnittenen Salaten befinden.

Die Symptome einer Listeriose zeigen sich möglicherweise schon nach wenigen Stunden oder erst nach bis zu 67 Tagen. Diese lebensmittelbedingte Infektionskrankheit fühlt sich an wie eine leichte Grippe; vielleicht kommen auch noch Magen-Darm-Probleme oder Kopfschmerzen hinzu. Jedoch sind auch schlimmere Folgen möglich. Dein ungeborenes Kind kann schwer erkranken und es kann sogar zur Fehlgeburt kommen. Bei Verdacht auf diese Krankheit wirst du mit Antibiotika behandelt.  

So kannst du dich vor Listeriose schützen

Obst und Gemüse solltest du ausreichend waschen, damit diese Erreger erst gar nicht auf deinem Teller landen. Besser ist, du schälst Obst zusätzlich. Dass du rohes Fleisch sowie rohen oder geräucherten Fisch nicht essen solltest, ist dir wahrscheinlich bekannt. Jedoch können sich die Erreger auch in abgepackten frischen Salaten mit Keimlingen und Sprossen verstecken.



SALMONELLOSE

Salmonellen sind Bakterien, die sich gern in und auf eiweiß- und wasserreichen Lebensmitteln wie rohen Fleisch- und Wurstwaren, Meeresfrüchten, Eiern, Salaten sowie Mayonnaisen und Cremespeisen mit rohem Ei vermehren.

Besonders wohl fühlen sie sich bei Temperaturen von 10 bis über 47 Grad. Bei Wärme vermehren sie sich wunderbar. Achte also darauf, dass die Kühlkette beim Einkauf von leicht verderblichen Lebensmitteln nicht unterbrochen wird.

Typischerweise zeigt sich eine Salmonellose mit Erbrechen, plötzlichem Durchfall sowie Kopf- und Bauchschmerzen. Betroffene klagen auch über Unwohlsein und haben häufig Fieber. Bis du die Symptome bemerkst, vergehen in der Regel zwischen sechs und 72 Stunden, nachdem du das betroffene Lebensmittel gegessen hast. In dem Fall ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und v. a. eine Einschätzung deines Gesundheitszustandes durch deine Frauenärztin bzw. deinen Frauenarzt notwendig. Leidest du an starkem Durchfall oder Erbrechen, kann das nämlich zu einer Mangelversorgung deines ungeborenen Kindes führen.

So kannst Du dich vor Salmonellose schützen

Da eine Salmonellose durch mit Salmonellen verunreinigte Nahrungsmittel verursacht wird, ist es wichtig, z. B. eine gefrorene Hähnchenbrust nach dem Auftauen im Kühlschrank gut zu erhitzen, mindestens zehn Minuten lang bei über 70 Grad. Nur so kannst du die Erreger abtöten.

Durch Einfrieren lassen sie sich nämlich nicht beeindrucken, sondern machen es sich sogar im Hackfleisch im Tiefkühlfach gemütlich. Deshalb solltest du alle Gegenstände, die mit dem Auftauwasser in Berührung kommen, gründlich und richtig heiß mit Spülmittel abwaschen und anschließend gut abtrocknen. Andere Lebensmittel, die bereits fertig zubereitet sind, dürfen mit dem rohen Hähnchenfleisch oder dem Auftauwasser nicht in Kontakt kommen.

Eine schöne Übersicht über die wichtigsten Infektionsquellen bekommst du mit dem Mamadoc-Poster.



Meine Tipps für dich im Überblick:

  • Beachte die Temperaturempfehlungen auf den Lebensmittelverpackungen.
  • Bewahre Reste gegarter Speisen und aus geöffneten Verpackungen im Kühlschrank auf und verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen.
  • Taue gefrorene Lebensmittel im Kühlschrank auf, um die Keimvermehrung auf den Lebensmitteloberflächen zu reduzieren.
  • Stelle die Kühlschranktemperatur auf maximal 7 Grad ein oder besser noch auf unter 5 Grad. (Temperatur von Zeit zu Zeit an verschiedenen Stellen im Kühlschrank überprüfen.)
  • Iss Fisch, Fleisch und Eier nur durcherhitzt (gekocht, gegrillt, gebraten oder gebacken). Trinke nur Milch und Milchprodukte, die ultrahocherhitzt oder pasteurisiert wurden. Frische Milch vom Bauernhof oder Rohmilch aus dem Handel solltest du gar nicht trinken.  
  • Achte darauf, dass du Salat, Obst und Gemüse vor dem Essen gründlich wäschst bzw. schälst.
  • Packe den Kühlschrank nicht zu voll, damit die kühle Luft zwischen den Lebensmitteln ausreichend zirkulieren kann.
  • Wenn der Kühlschrank vereist ist, taue ihn ab und reinige ihn von innen.
  • Beachte, dass du verzehrfertige Speisen in Kühltaschen oder -boxen transportierst, wenn du beispielsweise auf dem Weg zu einem Picknick bist.
  • Wasche dir immer ausgiebig deine Hände mit Seife vor, während und nach der Lebensmittelzubereitung, nach Tierkontakt und nach der Gartenarbeit.
  • Achte auf Sauberkeit in der Küche. Spüle die Utensilien immer sehr heiß ab und nutze dabei Spülmittel.
  • Wechsele täglich Abwaschlappen und Küchenschwämme und wasche sie bei 60 Grad.
  • Reinige nicht selbst das Katzenklo.

Klicke auf das PDF, um meine Tipps noch mal kostenlos herunter zu laden.

PDF Verhaltenstipps -Lebensmittelinfektionen in der Schwangerschaft

Also: Wenn du die Hygieneregeln beachtest und im Kopf behältst, dass die meisten Erreger beim Kochen, Braten, Grillen und Backen sowie bei der industriellen Erhitzung (z. B. Pasteurisieren und Ultrahocherhitzen von Milch und Milchprodukten) zerstört werden, wirst du eine schöne und genussvolle Schwangerschaft erleben.

Du willst genau wissen, welche Lebensmittel zu Infektionen in der Schwangerschaft führen können? Dann hol dir jetzt mein Übersichtsposter im Mamadoc Shop!


Quellen und weiterführende Informationen findest du auf der Website des Robert Koch-Instituts (RKI):



Ersttrimesterscreening und Nackenfaltenmessung mit Judith Bildau: Experteninterview by Mamadocmamadoc

Ersttrimesterscreening: Was ist eine Nackenfaltenmessung?

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Nackenfaltenmessung, Ersttrimesterscreening und Pränataltest – was ist das eigentlich?

Hier erfährst du, welche pränatal-medizinischen Untersuchungen es in der Frühschwangerschaft gibt. Wie sie durchgeführt werden und was genau untersucht wird. Wusstest du, dass in diesen Untersuchungen auch das Geschlecht herausgefunden werden kann?

Im Experteninterview mit der Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Dr. Judith Bildau spreche ich über den nichtinvasiven Pränataltest und das Ersttrimesterscreening, und natürlich alle wichtige Untersuchungen in der Frühschwangerschaft.



Ersttrimesterscreening – Was ist das?

Das Ersttrimesterscreening ist eine pränatale Untersuchung im ersten Schwangerschaftsdrittel und umfasst zwei Punkte: Zum einen erfolgt eine Berechnung von Wahrscheinlichkeiten für die drei häufigsten Trisomien (13, 18, 21). Das sind genetische Anomalien. 

Zum anderen können die Organe, wie Herz, Gehirn, Bauch, Harnwege und Skelett, schon sehr genau untersucht und viele Fehlbildungen erkannt werden. 

Ersttrimesterscreening – Was wird untersucht?

Zur Wahrscheinlichkeitsberechnung der drei häufigsten Trisomien erfolgt im Ultraschall die Messung der Nackenfalte, außerdem werden durch eine Blutentnahme bei der werdenden Mutter das Hormon ß-HCG und das Protein PAPP-A bestimmt. 

Durch die zusätzliche Messung des Nasenbeins, des Blutflusses über der rechten Herzklappe und des venösen Blutflusses im Ultraschall kann die Wahrscheinlichkeitsberechnung für die Trisomien noch exakter erfolgen. 

Außerdem kann durch die Bestimmung von einem weiteren Protein aus dem mütterlichen Blut, (PIGF), zusammen mit einer Blutdruckmessung der Mutter und der Messung des Blutflusses in den Gebärmuttergefäßen das Risiko für eine schwere Bluthochdruckerkrankung der werdenden Mutter während der Schwangerschaft berechnet werden. 

Diese zusätzlichen Messungen sowie die Bestimmung des weiteren Proteins werden in der Regel nur von Spezialisten und nicht von den betreuenden Frauenärzten durchgeführt.

Ersttrimesterscreening – Wann wird das durchgeführt?

Im ersten Drittel der Schwangerschaft, sprich im ersten Trimester. Am besten wird der Test zwischen der 11.- und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt.



Nackenfaltemessung  – Warum wird sie durchgeführt?

Die Nackenfaltenmessung (Nackentransparenzmessung) kann Hinweise auf eine genetische Erkrankung geben. Nur zusammen mit anderen Werten ist eine Risikoabschätzung möglich.

Nackenfaltemessung  – Was ist die Nackenfalte?

Flüssigkeitsansammlung zwischen der Haut und dem Weichteilgewebe im Nacken des Fetus. Im Ultraschall ist die Nackenfalte zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche zu erkennen. Nach der 14. SSW bildet sich die nackenfalte zurück, da Lymphsystem und Nieren jetzt ausgebildet sind.

Nackenfaltemessung – Auf welche Erkrankungen oder Störungen kann eine verdickte Nackenfalte hinweisen?

  • Trisomie 13, 18, 21
  • Andere genetische Erkrankungen
  • Zwerchfellhernie
  • Herzfehler
  • Gestörte Lymphdrainage
  • Fetale Anämie
  • Infektion
  • Skeletterkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen


Welche weiteren Untersuchungen in der Schwangerschaft gibt es?

Nichtinvasiver Pränataltest (NIPT):
Mit dem nichtinvasiven Pränataltest, der durch eine mütterliche Blutentnahme erfolgt, kann eine noch genauere Vorhersage für die drei häufigsten Trisomien erfolgen. Es kann bei diesem Test auch eine Bestimmung des Geschlechts erfolgen. Ein auffälliges Testergebnis sollte im Anschluss durch eine weiterführende Diagnostik, zum Beispiel durch eine Chorionzottenbiopsie oder eine Fruchtwasseruntersuchung, überprüft werden. 

Chorionzottenbiopsie:
Hier wird durch eine dünne Nadel, die durch den Bauch der Mutter eingeführt wird, Gewebe aus dem Mutterkuchen entnommen und zu weiteren genetischen Untersuchungen verwendet. Dies kann schon in einer frühen Schwangerschaftswoche erfolgen.

Amniozentese:
Hier wird eine dünne Nadel durch den Bauch der Mutter in die Fruchtblase eingeführt, um Fruchtwasser zu entnehmen, in dem sich kindliche Zellen befinden. Diese können dann genetisch untersucht werden. 

Geschlecht bestimmen mit Pränataltests?

Es ist möglich, mit NIPT, sowie natürlich auch später mit CVS und Amniozentese, das Geschlecht des Kindes zu bestimmen.

Geschlecht bestimmen – Ab wann sagt es der Frauenarzt?

Basierend auf dem Gendiagnostik-Gesetz darf der Frauenarzt das Geschlecht des Kindes ab 14+0 SSW., also der beginnenden 15.SSW., mitteilen. 


Mamadoc bedankt sich bei Dr. Judith Bildau für die ausführlichen Informationen rund ums Thema Pränataltest und Ersttrimesterscreening und freut sich auf weitere spannende Interviews mit ihr.


Experteninterview mit Frauenärztin über Endometriose

Zum Interview-Partner

Dr. med. Judith Bildau, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Sie ist Mama, Model, Influencerin und Frauenärztin.
Aktuell lebt und arbeitet sie in Rom.

Du willst mehr über Judith erfahren? Dann schau doch mal auf ihrem Instagram-Profil vorbei.



Untersuchungen in der Schwangerschaft mit Judith Bildau: Experteninterview by Mamadocmamadoc

Untersuchungen in der Schwangerschaft: Vom Toxoplasmose-Test bis zum Zuckertest

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Wann solltest du nach einem positiven Schwangerschaftstest zum Frauenarzt? Wie und warum wird der Geburtstermin berechnet? Und ab wann sieht man eigentlich den Herzschlag des Babys? Warum Folsäure gerade in den ersten SSW wichtig ist und warum Schwangere einen Toxoplasmose-Test machen sollten, erfährst du hier. Übrigens auch ab wann ein CTG geschrieben wird und wann du alle 2 Wochen zur Vorsorge gehen solltest.

Im Experteninterview mit der Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Dr. Judith Bildau spreche ich über die Untersuchungen in der Schwangerschaft.



Geburtstermin berechnen – Warum ist das wichtig?

Es ist wichtig den voraussichtlichen Geburtstermin zu Beginn der Schwangerschaft relativ genau zu bestimmen, da man dann im Verlauf weiß, ob das Ungeborene passend dazu wächst und ausreichend versorgt ist.

Geburtstermin – Warum misst der Frauenarzt mit dem Ultraschallgerät nach?

Da der Eisprung nicht immer regelmäßig ist, wird am Anfang der Schwangerschaft das Baby exakt ausgemessen.
Es wird kontrolliert, ob die Größe zur Schwangerschaftswoche passt. Ggf. wird dann das Schwangerschaftsalter und der errechnete Geburtstermin korrigiert.

Folsäure – Warum sollten die Speicher schon vor der Schwangerschaft gut gefüllt sein?

Ein ausreichender Folsäurespiegel wird schon in einer sehr frühen Entwicklungsphase des Babys benötigt.
Deshalb ist es gut, wenn er schon zu Beginn der Schwangerschaft ausreichend hoch ist.

Schwangerschaftstest – Ab wann funktionieren Frühtests?

Frühtests können schon ab 10 bis 12 Tage nach der Befruchtung positiv sein.

Schwangerschaftstest – Was bedeutet ein zarter blauer Strich?

Das bedeutet in der Regel, dass eine sehr frühe Schwangerschaftswoche vorliegt.

Schwangerschaftstest – Gründe für ein negatives Testergebnis?

Häufig wird der Test zu früh durchgeführt, weswegen noch keine ausreichende ß-HCG-Konzentration im Urin vorhanden ist.
Es kann natürlich auch bedeuten, dass keine Schwangerschaft vorliegt.



Frühe Schwangerschaftsanzeichen – Welche gibt es?

Frühe Schwangerschaftszeichen können sein: spannende Brüste, ein ‘flaues Gefühl im Magen’, Übelkeit, Müdigkeit.

Schwangerschaftstest positiv – Wann das erste Mal zum Frauenarzt?

Ich persönlich empfehle eine erste Vorstellung beim Frauenarzt zwischen der  6. und 7. SSW.

Herzschlag  – Ab wann sieht man ihn in der Ultraschalluntersuchung?

Meist sieht man den Herzschlag des Babys das erste Mal zwischen der 6. und 7. SSW.

Bescheinigung für den Arbeitgeber – Ist sie kostenpflichtig?

Es gibt kostenpflichtige Leistungen während der Schwangerschaft, die selbst gezahlt werden müssen (IGEL-Leistungen)
Die Bescheinigung für den Arbeitgeber ist eine IGEL-Leistung.



Schwangerschaftsvorsorge – Wann und warum wird der Blutzuckertest gemacht?

Der orale Glucosetoleranztest (oGTT) wird zwischen der 24. und 28. SSW durchgeführt.
Er dient zur Erkennung eines Schwangerschaftsdiabetes.

Es gibt einen kleinen und einen großen oGTT.
Der kleine OGTT wird von der Krankenkasse bezahlt, der große, genauere oGTT nicht.

Schwangerschaftsvorsorge – Wann und warum wird der Hepatitis-Test gemacht?

Ab der 32. SSW wird ein Hepatitis B-Test bei der werdenden Mama durchgeführt.
Liegt eine Hepatits B-Infektion der Mutter vor, muss das Kind nach der Geburt geimpft werden.

Schwangerschaftsvorsorge – Wann und warum wird der Toxoplasmose-Test gemacht?

Toxoplasmose wird vor allem durch Katzenkot übertragen.
Die Toxoplasmosetests sind IGEL-Leistungen und besonders bei Katzenbesitzerinnen zu empfehlen!

Toxoplasmose kann schwere Schäden am Ungeborenen verursachen.

Die erste Bestimmung erfolgt zu Beginn der Schwangerschaft. Ist der Titer positiv, das heißt, es sind Antikörper vorhanden, gilt die Schwangere als immun.

Ist der Titer negativ, besteht kein Schutz. Der Test sollte noch zweimal in der weiteren Schwangerschaft durchgeführt werden, um auszuschließen, dass es in der Zwischenzeit zu einer Infektion kam.



Schwangerschaftsvorsorge – Wann und warum wird ein Streptokokken-Test gemacht?

Der Streptokokkentest wird ab der 36. SSW durchgeführt.
Hier wird ein vaginaler und rektaler Abstrich zum Nachweis von ß-Streptokokken entnommen.

Der Abstrich ist eine IGEL-Leistung.

Ist der Nachweis von ß-Streptokokken positiv, erhält die Schwangere unter der Geburt ein Antibiotikum, um das Risiko einer Infektion des Babys zu reduzieren.
Diese Bakterien sind nämlich die häufigsten Erreger von Neugeboreneninfektionen.

Mamadoc bedankt sich bei Dr. Judith Bildau für die ausführlichen Informationen über die Untersuchungen in der Schwangerschaft und freut sich auf weitere spannende Interviews mit ihr.


Experteninterview mit Frauenärztin über Endometriose

Zum Interview-Partner

Dr. med. Judith Bildau, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Sie ist Mama, Model, Influencerin und Frauenärztin.
Aktuell lebt und arbeitet sie in Rom.

Du willst mehr über Judith erfahren? Dann schau doch mal auf ihrem Instagram-Profil vorbei.


Checkliste und Kliniktasche für die Geburt im Krankenhaus, GeburtshausFarina Kuklinski

Kliniktasche für die Geburt: Was du einpacken solltest

Hier findest du meine Checkliste der Kliniktasche für die Geburt. Ich habe dir alle Dinge aufgelistet, die du für den Klinikaufenthalt benötigst. Wir Mädels haben gesammelt und alles aufgeschrieben, was uns für die Geburt im Krankenhaus wichtig war. Natürlich kannst du bestimmte Dinge, wie zum Beispiel Gehörschutzstöpsel weglassen, wenn du nicht geräuschempfindlich bist.

Die Kliniktasche für deine Geburt solltest du auf jeden Fall packen – auch wenn du eine ambulante Geburt oder Hausgeburt planst.  Auf einen Klinikaufenthalt vorbereitet zu sein, ist trotzdem sehr wichtig. Im Fall der Fälle könnt ihr so schnell reagieren und habt alles Notwendige in der Kliniktasche dabei. Weiterlesen

Hand mit positivem SchwangerschaftstestFarina Kuklinski

Positiver Schwangerschaftstest – und jetzt?

Es war Oktoberfestzeit als Ela mir verkündete, dass sie schwanger ist. Auch mein Mann und ich hatten so ein Bauchgefühl. Eindeutiges Anzeichen für eine Schwangerschaft war das Ausbleiben der Periode. Ob der Schwangerschaftstest wohl wirklich positiv ausfallen würde?

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Risikoschwangerschaft mit über 35Farina Kuklinski

Risikoschwangerschaft: Schwanger mit über 35 Jahren

Willkommen im Club der Ü-35-Supermamas. Auch Ela hat das beste Alter, um schwanger zu sein, überschritten. Jedenfalls steht es so in meinen Fachbüchern. Sie ist jedoch nicht alleine mit ihrer Risikoschwangerschaft. Viele Frauen werden immer später schwanger und wollen wissen, mit welchen Risiken sie zu rechnen haben.



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Praeeklampsie - Schwangerschaftskomplikation BluthochdruckFarina Kuklinski

Präeklampsie und Bluthochdruck in der Schwangerschaft

Bei der letzten Vorsorgeuntersuchung erwischt es Ela kalt. Die Frauenärztin erzählt ihr was von schwangerschaftsinduzierter Hypertonie und Ela versteht zunächst nur Bahnhof. Zu ihren bereits bekannten erhöhten Blutdruckwerten hat sie jetzt auch noch auffällige Urinproben.

Bei der Diagnose Präeklampsie wird sie hellhörig, diese kennt sie von einer Bekannten. Als über die Folgen der Erkrankung gesprochen wird, läuft es ihr kalt den Rücken runter. Für Mama und Baby kann die Präeklampsie nämlich lebensbedrohlich sein. Weiterlesen

Schwanger werden - Pille absetzenFarina Kuklinski

Ela will schwanger werden. Du auch?

Pille, Spirale und Kondome sind jahrelang treue Begleiter. Bis uns Mädels der Babywunsch nicht mehr aus dem Kopf geht. Bei der einen tickt die biologische Uhr immer lauter, bei der anderen konkretisiert sich der Herzenswunsch mit dem richtigen Partner schwanger zu werden. Auch bei mir war das Gefühl plötzlich einfach da.

Jahre lang wollten wir nicht schwanger werden und jetzt plötzlich am liebsten gleich. 😉



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